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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#3
Ausgabe

Überbewertet?

Es liegt etwas in der Luft

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
4 min
251 Leser
10.09.2020

Rekordhohe Corona-Hilfsprogramme und Liquiditätsspritzen der Regierungen und Notenbanken sowie die Aussicht auf einen Covid-19-Impfstoff beflügeln Aktienmärkte weltweit. Auch der Goldpreis erklomm ein neues Allzeithoch. Doch es bestehen Unsicherheitsfaktoren für die Märkte. Der größte geht vom weiteren Verlauf der Pandemie aus, ist aber längst nicht der einzige.

Sowohl in den USA als auch hierzulande sind die Unternehmensgewinne im zweiten Quartal 2020 stark eingebrochen. Dennoch erfuhren die Aktienmärkte von der Berichtssaison zum zweiten Quartal gute Unterstützung, da die zuvor reduzierten Erwartungen der Analysten im Schnitt übertroffen wurden. Hinzu kommt die Tatsache, dass an der Börse vor allem die Zukunft gehandelt wird. Trotz der in Deutschland und anderen Ländern der Eurozone tendenziell steigenden Covid-19-Neuinfektionen gehen die Marktteilnehmer von einer zügigen Konjunkturerholung aus, die allerdings nicht frei von Risiken ist. Dass Unwägbarkeiten für den Aufschwung bestehen, zeigt die jüngste Erhebung unter den Einkaufsmanagern in der Eurozone. Im Dienstleistungsbereich hielt sich der PMI-Index nur knapp oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten; besser läuft es in der Industrie.

Aktien: Erhöhte Volatilität nicht ausgeschlossen

Über die Herbstmonate ist an den Finanzmärkten mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen – vor allem aus politischen Gründen. Sollte es nicht gelingen, hinsichtlich eines Freihandelsabkommens bis zum 31. Oktober Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU zu bringen, droht zum Jahresende ein harter Brexit. Auch die am 3. November 2020 stattfindende US-Präsidentschaftswahl wirft ihre Schatten voraus. Umfragen zufolge hat der demokratische Herausforderer Joe Biden einen Vorsprung gegenüber dem jetzigen Amtsinhaber. Doch diese Umfrageergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen: Zumeist entscheidet sich der Kampf um die Präsidentschaft in den „Swing States“, in denen keine Partei von vornherein das Rennen dominiert. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten könnte sich sogar noch erhöhen, sollte Trump ein für ihn ungünstiges Wahlergebnis nicht anerkennen. Gewinnen die Demokraten, stellt sich die Frage nach den Auswirkungen ihrer wirtschaftspolitischen Zielsetzungen. Wenn sie ihre Schwerpunkte wie angekündigt auf mehr Regulierung und Steuererhöhungen setzen, gleichzeitig aber auch auf einen etwas konzilianteren Umgang im Wirtschaftskonflikt mit China, dürften sich diese Effekte an den Märkten wohl nivellieren und allenfalls auf Branchenebene Wirkung zeigen.

Noch ignorieren die US-Aktienmärkte die näher rückende Präsidentschaftswahl. So hat nun auch der S&P 500 im August neue Höchststände markiert, nachdem bereits der Nasdaq seit Wochen von einem Rekordhoch zum nächsten eilt. Gerade die Technologiebörse profitiert von strukturellen Veränderungen wie dem wachsenden Trend zur digitalisierten Geschäftswelt.

Aktienmärkte holen starken Kurseinbruch auf

Quelle: Refinitiv

Derzeit ist die Bewertung der Aktienmärkte zwar heiß gelaufen. Von einer Blasenbildung wie im Jahr 2000 – speziell bei den haussierenden US-Technologiewerten – kann bisher aber keine Rede sein. Dennoch: Für mögliche Rücksetzer sprechen die ambitionierte Bewertung der Aktienmärkte sowie die politischen Risiken und nicht zuletzt der weitere Pandemie-Verlauf. Doch all jene, die der Meinung sind, dass sich die Welt nach der Pandemie wieder normalisieren wird, kommen langfristig an einer Beimischung von Aktien nicht vorbei.

DZ BANK Index-Prognosen

Quelle: DZ BANK

Gold dürfte zum Jahresende bei 2.050 Dollar stehen

Gold hat seit Beginn des dritten Quartals 2020 – von Korrekturen abgesehen – eine starke Performance von aktuell rund 9% (in US-Dollar) erzielt. Mit Notierungen von über 2.075 Dollar je Feinunze hat es ein neues Allzeithoch erreicht und das bisherige von 1.921 Dollar aus dem Jahr 2011 in den Schatten gestellt. Insbesondere die ETF-Investoren zeigten sich für diesen Preisanstieg verantwortlich. Denn in unsicheren Zeiten ist Gold als stabile Anlage beliebt. So hat die aufgrund der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie erforderliche sehr lockere Geld- und Wirtschaftspolitik ihm zusätzlich in die Karten gespielt.

Goldrally mit kleineren Korrekturen versehen

Quelle: Refinitiv

Solange sich die ETF-Investoren nicht umfangreich verabschieden, bleibt Gold gut unterstützt. Denn langfristige Inflationsrisiken sind mit Blick auf die expansive Geld- und Wirtschaftspolitik nicht auszuschließen. Auch die politischen Unsicherheitsfaktoren sollten dem Goldpreis unter die Arme greifen: Er dürfte es sich zum Jahresende 2020 bei 2.050 Dollar je Feinunze gemütlich machen.

DZ BANK Gold-Prognosen

Quelle: DZ BANK

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