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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#1
Ausgabe

In Lauerstellung

Märkte im Bann der Politik und in Sorge vor einer schwächelnden Konjunktur

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
7 min
682 Leser
13.03.2019

Der deutsche Aktienmarkt ist fast euphorisch in das neue Jahr gestartet, zugegebenermaßen unterstützt von der Wall Street. Denn noch im Schlussquartal 2018 verzeichnete er starke Verluste – vor allem im Zuge politischer Unwägbarkeiten und zunehmender Konjunkturrisiken. Diese halten vorerst noch an, doch gibt es auch Anlass für Zuversicht.

Am Aktienmarkt spricht einiges für Kursgewinne

Für den deutschen Leitindex war 2018 alles andere als ein ruhmvolles Jahr. Er verlor rund 18%. Umso erfreulicher ist der Wertzuwachs seit Jahresbeginn 2019: Der DAX hat rund 11% zugelegt. Während eher verhalten ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone die Aufwärtsbewegung bremsten, erwiesen sich die festere Wall Street und vor allem die abnehmenden politischen Risiken als Kurstreiber. An den Finanzmärkten ist inzwischen eine einvernehmliche Lösung im US-Handelskonflikt mit China weitgehend eingepreist. Sowohl Washington als auch Peking haben auf deutliche Fortschritte in den Verhandlungen hingewiesen. Am 27. März 2019 könnte es bei einem Gipfeltreffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und Donald Trump zu einem großen Deal kommen. Für eine baldige Beilegung des Handelskonflikts sprechen das sich weiter abkühlende chinesische Wirtschaftswachstum und der Zeitungsumfragen zufolge wachsende innenpolitische Druck auf Donald Trump.

In Bezug auf den Brexit besteht die Möglichkeit eines ungeordneten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU weiter, nachdem ein planmäßiges Ausscheiden MIT Vertrag im britischen Parlament erneut abgelehnt wurde. Auch die zuletzt wahrscheinlicher gewordene Verschiebung des Brexits wirft mehr Fragen auf als sie beantworten würde. So hatte die britische Premierministerin Theresa May zwar ihre grundlegend ablehnende Haltung gegenüber einer Verschiebung des Brexits aufgegeben, ihre Skepsis bezüglich der Sinnhaftigkeit aber erneut betont. Für die Kapitalmärkte wäre alles, was einen ungeordneten Austritt abwendet, positiv zu werten.

Wirtschaftswachstum in Europa sollte sich leicht erholen

Sofern die politischen Unwägbarkeiten weiter abklingen, dürfte sich auch das Wirtschaftswachstum in Europa im Jahresverlauf wieder leicht erholen. Die USA werden 2019 zwar stärker als Europa wachsen, eine Rezession wird auf dem alten Kontinent aber wohl vermieden werden können. Für Deutschland prognostizieren wir für dieses Jahr einen BIP-Zuwachs um 1,0% nach 1,4% im Vorjahr. Das sich allmählich wieder erholende Wirtschaftswachstum wird auch die Basis für noch etwas steigende Unternehmensgewinne in der Eurozone legen. Für die Unternehmen des Euro Stoxx 50 unterstellen wir in einem herausfordernden Umfeld in diesem Jahr ein Gewinnwachstum von 5%, während der Konsens von knapp 10% ausgeht. 
 

Das sich allmählich erholende Wirtschaftswachstum wird die Basis für steigende Unternehmensgewinne in der Eurozone legen.

Keine Leitzinsschritte durch Fed und EZB

2008 2011 2009 2012 2010 2014 2015 2016 2017 2018 2013 2019 3,0 2,5 1,5 2,0 1,0 0,5 0,0 4,5 4,0 3,5 % EZB-Leitzins US-Leitzins

Quelle: Datastream

Unterstützung auch vonseiten der Zentralbanken

Auch durch die weiterhin expansive EZB- und US-Geldpolitik dürften die Aktienmärkte Unterstützung erfahren. Das Zeitfenster für eine Zinsanhebung der EZB hat sich unseres Erachtens geschlossen – in Anbetracht der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung, der politischen Unsicherheiten und der Entspannung an der Inflationsfront. So dürfte der im Vorjahresvergleich spürbar gesunkene Ölpreis den zwischenzeitlichen Ausflug der Inflationsrate über die Marke von 2% erst einmal beendet haben. Im Januar hat bereits die US-Notenbank einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs für 2019 angekündigt. Die Märkte erwarten mehrheitlich – wir ebenso –, dass im Laufe 2019 keine weiteren US-Zinsanhebungen folgen. Diese Kursänderung der Fed dürfte auch in den wichtigsten Schwellenländern für weitere Erholung sorgen, die durch die im Jahr 2018 gestiegenen US-Renditen ins Stocken geraten waren. Die Zinsen auf Staatsanleihen mit langer Laufzeit werden auf Sicht von drei Monaten in den USA und in der Eurozone kaum ansteigen. Somit dürfte die relative Vorteilhaftigkeit der Aktien als Assetklasse im Vergleich zu Anleihen erhalten bleiben. Gemessen am für 2019 erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis im historischen Vergleich ist die Bewertung des deutschen und des europäischen Aktienmarkts niedrig.
 

Deutscher Leitindex in volatilen Schwüngen aufwärts erwartet

Benchmark B Strategie S Unterrendite UR

Quelle: Datastream

Wir gehen davon aus, dass der DAX – allerdings in volatilen Schwüngen – aufwärts tendiert und im weiteren Jahresverlauf Kurs auf die 12.000-Punkte-Marke nimmt. Rückenwind sollte er hierbei auch vonseiten der US-Leitbörsen erhalten. So dürfte der S&P 500 zum Jahresende bei 3.000 Punkten stehen. Demgegenüber hält die „Rendite-Tristesse“ am Euro-Rentenmarkt an: Bundesanleihen mit Laufzeiten von weniger als neun Jahren werfen überhaupt keine positive Rendite ab, die zehnjährige Laufzeit verspricht derzeit eine nominale Verzinsung von gerade einmal 0,10%. 

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