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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#2
Ausgabe

In Bewegung

Italienisches Politiktheater sorgt für Unruhe am Euro-Rentenmarkt

Marktperspektive
Christoph Müller
4 min
223 Leser
15.06.2018

Die Hängepartie im italienischen Regierungsbildungsprozess wurde von einem deutlichen Renditeanstieg der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe begleitet. Zuvor konnte sich der Euro-Rentenmarkt den Vorgaben aus den USA nicht entziehen. Die Aktienmärkte wurden durch politische Belastungsfaktoren in ihrer Aufwärtsbewegung gebremst.

Bund-Renditen steigen nur moderat an

In den vergangenen Wochen sorgte die Entwicklung am italienischen Rentenmarkt für Schlagzeilen. Die Risikoprämie italienischer Bonds gegenüber den deutschen, aber auch im Vergleich zu den spanischen Staatsanleihen, stieg spürbar an. Der langwierige Gestaltungsprozess einer neuen Regierung, die Sorge einer zu expansiven Haushaltspolitik in Rom und die Angst vor einer neuen Finanzkrise beunruhigten die Marktakteure.

Demgegenüber erfuhren die Kurse der deutschen Staatsanleihen zeitweise Auftrieb. Bundesanleihen dienten für einige Marktteilnehmer als sicherer Hafen und wurden stärker nachgefragt. Vor der Italien-Krise stand der Euro-Rentenmarkt vor allem unter dem Einfluss der USA. Die zehnjährige US-Treasury-Rendite stieg zwischenzeitlich über die bedeutende 3%-Hürde. Grund für diese Aufwärtsbewegung waren gute Konjunkturdaten und steigende Inflationserwartungen. Sie nährten Spekulationen, wonach die US-Notenbank in diesem Jahr den Leitzins stärker als bislang erwartet anheben könnte. Diese Vermutungen könnten sich nun nach dem Juni-Meeting der US-Notenbank bewahrheiten. So rechnen die US-Währungshüter selbst – zusätzlich zur kürzlich erfolgten Zinserhöhung – mit bis zu fünf weiteren Zinsschritten bis Ende nächsten Jahres. Das Leitzinsniveau in den USA würde dadurch von aktuell 1,75% bis 2% auf rund 3% ansteigen.

US-Notenbank zeigt sich entschlossen.

Welche Auswirkungen hat dies auf den Euro-Rentenmarkt? Es ist zwar nicht auszuschließen, dass die Bund-Renditen im Fahrwasser der US-Vorgaben vorübergehend noch etwas höher tendieren. Doch sollten sie angesichts der sehr unterschiedlichen Gangart der EZB und der US-Notenbank nicht dauerhaft mit den US-Renditen Schritt halten können.

Für die zehnjährige Bundesanleihe erachten wir auf Sicht von sechs Monaten eine Rendite um 0,70% als „faires“ Niveau. Die EZB wird zwar sehr bemüht sein, übermäßigen Zinserhöhungsspekulationen entgegenzuwirken, doch wird sie diese nicht gänzlich ersticken können. Zum Jahresende 2018 dürften sich die zehnjährigen Bund-Renditen im Bereich von 0,80% zeigen.

Positive fundamentale Aussichten

Zu Beginn des zweiten Quartals 2018 schien es so, als gewännen die Bären am Aktienmarkt die Oberhand. Vor allem die anhaltenden politischen Verwerfungen zwischen den USA und China in Handelsfragen sind als Belastungsfaktoren zu nennen. Es zeigte sich, dass diese Unsicherheiten und der vonseiten der Vereinigten Staaten gelebte Protektionismus der Stimmung in der deutschen Industrie einen Dämpfer versetzten. So entfernte sich der ifo Geschäftsklimaindex von seinen Höchstständen. Auch der mühsame Regierungsbildungsprozess in Italien lastete zeitweise auf dem deutschen Leitindex.

Auch wenn Italien inzwischen eine Regierung hat, bleiben Risiken von anderen (geo-)politischen Krisenherden für den deutschen Aktienmarkt bestehen. An erster Stelle steht die Handelspolitik von US-Präsident Trump. Der „America First“ genannte Protektionismus hat ohne jeden Zweifel das Potenzial, den DAX in seiner Aufwärtsbewegung zu bremsen. Insbesondere, wenn sich die Handelsbeschränkungen durch gegenseitiges Überbieten bei der Einführung von Strafzöllen hochschaukeln würden. Davon abgesehen ist die fundamentale Basis für den deutschen Leitindex aber bemerkenswert stabil.

Unternehmensseitig sollten steigende Gewinne, ein solides Dividendenwachstum und eine hohe Kapitalrentabilität den seit 2009 laufenden Bullenmarkt weiter antreiben. Zusätzlichen Rückenwind dürften die Aktienmärkte auch von der Währungsseite erfahren. Bereits im Verlauf des zweiten Quartals 2018 ist die europäische Gemeinschaftswährung vor allem zum US-Dollar unter Druck geraten und trägt damit zur Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure aus dem Euroraum bei. Auch die sowohl von den Schwellenländern als auch von den wichtigsten Industrienationen ausgehenden Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft und die Mischung aus niedriger Inflation und Zinsen sprechen für die Aktien als Assetklasse.

Zum Ende des Jahres 2018 sehen wir den deutschen Leitindex bei 13.700 Punkten und zur Jahresmitte 2019 auf 14.200 Zähler steigen. Anleger sollten also investiert bleiben und/oder Schwächephasen für Kaufentscheidungen nutzen.

Entspannung an den Finanzmärkten erwartet

Nachdem Italien nun eine neue Regierung vorweisen kann, sollte sich die Entwicklung am italienischen Rentenmarkt wieder etwas beruhigen. Eine erneute Renditewelle ist aber durchaus denkbar, wenn die geplante laxe Fiskalpolitik umgesetzt wird. Vor dem Hintergrund der weniger expansiv ausgerichteten EZB erwarten wir leicht steigende Bund-Renditen. Für den europäischen Aktienmarkt sehen wir, ausgehend vom aktuellen Kursniveau, noch deutliches Potenzial für steigende Notierungen.

 

DAX konsolidiert im intakten Aufwärtstrend

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Quelle: Datastream

Zehnjährige Bund-Renditen sollten moderat anziehen

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Quelle: Datastream

Risikoprämie italienischer zehnjähriger Staatsanleihen versus Bunds steigt

01/2008 07/08 01/09 07/09 01/10 07/10 01/11 07/11 01/12 07/12 01/13 07/13 01/14 07/14 01/15 07/15 01/16 07/16 01/17 07/17 01/18 J 600 500 300 400 200 100 0 PT Benchmark B Strategie S Unterrendite UR Risikoprämie italienischer Staatsanleihen vs. Bunds RP

Quelle: Datastream

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