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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#2
Ausgabe

Immer weiter?

Wie Inflationssorgen die Rekordjagd an den Börsen beeinflussen

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
4 min
251 Leser
16.06.2021

Am Aktienmarkt – sowohl in Europa als auch in den USA – jagt ein Rekord den nächsten, unterbrochen von moderaten Rücksetzern aufgrund aufflammender Inflationsängste. Kurzfristige Belastungen am hiesigen Aktienmarkt drohen im Falle einer grün-rot-roten Koalition. Wie werden die Märkte sich längerfristig entwickeln?

Anfang Juni erzielte der deutsche Leitindex neue Rekorde – beflügelt von einer festeren Tendenz an der Wall Street und verstärktem globalen Konjunkturoptimismus. Die konjunkturelle Zuversicht ist derzeit so stark ausgeprägt, weil die Pandemie dank der großen Impffortschritte zunehmend besser eingedämmt werden kann. In Deutschland zeigt die Bundesnotbremse ihre Wirkung in Form sinkender Inzidenzzahlen. Damit sind nun Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen möglich, die für einen Stimmungsumschwung im belasteten Dienstleistungssektor sorgen. Hinzu kommen die dank der stärkeren Auslandsnachfrage prall gefüllten Auftragsbücher der Industrie.

Droht eine gesteigerte Inflation?

Damit wächst die Zuversicht für einen Post-Corona-Boom. Gleichzeitig sind die Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. In Kombination mit der lockeren Geld- und Fiskalpolitik nährt dies an den Märkten immer wieder Befürchtungen, die großen Notenbanken könnten bald ihre Anleihekäufe drosseln.
 

Bislang haben die sehr expansive Wirtschaftspolitik sowie die reichlich vorhandene Liquidität den Märkten als Schmiermittel gedient und somit die Börsenhausse unter Dampf gehalten.

Die in den USA und hierzulande steigende Inflation begründen die Fed-Mitglieder wie auch einige EZB-Ratsmitglieder mit einem temporären Inflationsdruck, der vor allem von Basiseffekten ausgeht. Dieser Druck sollte 2022 wieder spürbar abnehmen. Mit dem sich festigenden Konjunkturaufschwung könnte die Tapering-Debatte – die Spekulation darüber, ob die US-Notenbank den Geldhahn zudreht – am Markt im Herbst 2021 Fahrt aufnehmen. Wir gehen davon aus, dass die Fed Anfang 2022 als Erste ihre Wertpapierankäufe graduell und behutsam zurückfährt, sodass die Aktienmärkte nicht aus der Bahn geworfen werden.

Aktienmärkte auf Rekordjagd

Quelle: Refinitiv

Politische Faktoren zweitrangig

Mit Blick auf die Bundestagswahl im September ist eine grün-rot-rote Regierung derzeit die einzige Regierungskonstellation, die am Aktienmarkt als belastend gesehen wird – wohl auch wegen der schlechten Erfahrungen mit der dezidiert linken Regierungspolitik in Berlin-Brandenburg. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Immobilienunternehmen wegen der forcierten Mietregulierung und einige der Konzerne mit großem Klima-Fußabdruck schlechter gestellt wären als unter der jetzigen Regierung. Solche Unternehmen sind im DAX jedoch nur gering gewichtet. Nutznießer einer grün geführten Regierung könnten innovative Energieunternehmen und -zulieferer sein (siehe hierzu auch die Rubrik "Research-Spezialthema"), die von Förderprogrammen im Zuge des industriellen Wandels zur CO2-Vermeidung profitieren würden. 

Generell war der Ausgang von Bundestagswahlen aber nie besonders bedeutsam für die Entwicklung des DAX. Entscheidend für die langfristige Kursentwicklung des DAX ist die langfristige Gewinnentwicklung der DAX-Unternehmen, und die hängt in hohem Maße von den Absatzmärkten außerhalb Deutschlands ab. Da diese mit Blick auf die fortschreitende globale Konjunkturerholung günstig sind, bleiben wir für die Aktienmärkte positiv gestimmt. Stark am deutschen Markt investierte Anleger sollten ihren Home Bias jedoch überdenken und ihr Portfolio breiter streuen.

DZ BANK Index-Prognosen

Quelle: DZ BANK

Gold bleibt kurzfristig noch gut unterstützt 

Der Goldpreis ist, getragen von einem schwächeren US-Dollar, deutlich über die Marke von 1.800 US-Dollar gestiegen. Angetrieben wurde er zuletzt auch vom US-Inflationsanstieg, der vor allem durch Basiseffekte in den Rohölpreisen verursacht wurde. Die von den Fiskalpaketen der Regierungen und der anhaltend expansiven Geldpolitik ausgelösten Inflationssorgen sowie wieder niedrigere Realzinsen werden den Goldwert kurzfristig weiter stützen. 
 

Gold ist noch gut unterstützt

Quelle: Refinitiv

Wir rechnen damit, dass er sich zunächst oberhalb der Marke von 1.800 US-Dollar je Feinunze halten wird. Allerdings wirken die rasante Konjunkturerholung im weiteren Jahresverlauf und das mit Blick auf das wohl Anfang 2022 beginnende Tapering der Fed euphoriebegrenzend, sodass wir den Goldpreis auf Sicht von zwölf Monaten bei etwa 1.700 US-Dollar sehen.

DZ BANK Goldpreis-Prognosen

Quelle: DZ BANK

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