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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#2
Ausgabe

Immer schön vorsichtig

Der Goldpreis fliegt hoch, die Aktienmärkte erholen sich zügig

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
4 min
155 Leser
10.06.2020

Seit dem drastischen Kursrutsch des deutschen Leitindex im März bis auf 8.256 Punkte infolge der Lockdowns zahlreicher Volkswirtschaften kehrt nach und nach die Zuversicht zurück. Auch der Goldpreis ließ aufhorchen und kletterte zwischenzeitlich in Euro gerechnet auf ein Allzeithoch. Doch selbst das Edelmetall ist nicht vor Rückschlägen gefeit.

Bei aller Zuversicht an den Aktienmärkten gilt: Risiken bedenken!

Die Kurserholung des deutschen Blue-Chip-Index ist unter anderem auf das zeitnahe und beherzte Agieren der Notenbanken und Regierungen zurückzuführen. Die US-Notenbank hat nicht nur den Leitzins binnen weniger Wochen auf nahe null gesenkt, sie hat zusätzlich ein umfangreiches Wertpapierankaufprogramm auf die Beine gestellt. Auch die EZB stellt neben ihrem bereits bestehenden Ankaufprogramm (APP) zusätzliche Liquidität bereit. Und zwar in Form des Pandemic Emergency Purchase Programs (PEPP): Dessen Volumen hat sie mit dem Beschluss vom 4. Juni um 600 Mrd. Euro auf insgesamt nun 1.350 Mrd. Euro aufgestockt. Zum anderen sorgte in Deutschland und in anderen Ländern ein deutlicher Rückgang der Covid-19-Neuinfizierten dafür, dass die Ausgangsbeschränkungen allmählich gelockert und der Shutdown somit zurückgefahren werden konnte. Im Zuge dessen und der umfangreichen Konjunkturprogramme keimte Hoffnung auf, dass in Deutschland und im Euroraum im dritten Quartal 2020 eine Wirtschaftserholung eintritt. Diese Erwartungshaltung wird von den im Mai vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragten Analysten und Finanzmarktexperten geteilt. Ebenfalls zuversichtlicher zeigen sich die Unternehmer – so der ifo Index. Denn die Geschäftserwartungen der Firmenchefs sind nach dem Absturz im März und April nun deutlich gestiegen. Doch der Weg hin zur konjunkturellen Normalität ist steinig.

Risiken für Rücksetzer an den Märkten bleiben bestehen – vor allem in Form einer zweiten Corona-Welle.

So hat sich zwar die Lage an den Finanzmärkten wieder beruhigt und die Erwartung eines v-förmigen Aufschwungs treibt die Kurse, doch sollten die Marktteilnehmer nicht blind auf eine Fortschreibung der Kurserholung setzen. Denn Risiken für Rücksetzer an den Märkten bestehen – vor allem in Form einer zweiten Corona-Welle, vor der Mediziner angesichts der in vielen Staaten vorgenommenen Lockerungen und der wegfallenden Reisebeschränkungen warnen. Gerade in den Schwellenländern Südamerikas, aber auch in den USA und Russland ist die Zahl der Neuinfizierten weiterhin hoch. Für die Schwellenländer ist die COVID-19-Krise eine immense Herausforderung. Die Wachstumsdynamik der Länder leidet sichtlich, gleichzeitig nimmt die Risikobereitschaft der Investoren ab. Was folgt, sind Kapitalabzug und geringere Investitionen. Letztlich drohen der fragilen Weltwirtschaft damit weitere Belastungen.

Aktienmärkte seit der Finanzkrise 2008/09

Quelle: Refinitiv

Die Volatilität an den Aktienmärkten wird wohl so lange hoch bleiben, bis man die Corona-Pandemie nachhaltig unter Kontrolle hat. Dafür ist aber ein Impfstoff oder zumindest ein Medikament vonnöten; beides wird auf absehbare Zeit noch nicht zur Verfügung stehen. Trotz jüngster Lichtblicke und politischer Hilfspakete für Unternehmen und Verbraucher bleibt das Marktumfeld also noch unsicher, sodass die deutsche Konjunktur ihr Vorkrisenniveau wohl noch nicht im Jahr 2021 erreichen dürfte. Die genannten fundamentalen Risiken sowie die Tatsache, dass die Bewertung des deutschen Aktienmarkts wieder hoch ist, sprechen auf Sicht der nächsten Monate für schwächere Notierungen.

Gold dürfte zunächst pausieren

Der Goldpreis hat in diesem Jahr bereits – von Korrekturen abgesehen – eine beeindruckende Performance von rund 12% erzielt. Mit Notierungen von über 1.760 Dollar je Feinunze kletterte Gold zwischenzeitlich auf ein Siebenjahreshoch und erreichte in Euro gerechnet sogar ein neues Allzeithoch. Begünstigt wurde dies auch durch die umfangreichen Maßnahmen der Notenbanken, die auf die Zinsen und Renditen drücken. Die Renditen der US-Treasuries (zehn Jahre) sind zwischenzeitlich auf ein Allzeittief gefallen und lassen Gold als zinsloses Asset in neuem Glanz erstrahlen. Auch die Unsicherheiten rund um die Corona-Krise haben den Preis des gelben Edelmetalls beflügelt.

Gold glänzt immer stärker

Quelle: Refinitiv

Nicht umsonst gilt Gold in stürmischen Zeiten als sicherer Hafen. Und so lange die Zentralbanken weltweit ihr monetäres Gaspedal durchgetreten halten und die Zinsen niedrig bleiben, ist die fundamentale Ausgangslage bei Gold solide. Allerdings ist auch der Goldmarkt keine Einbahnstraße. Über die Sommermonate dürfte der Preis für das Edelmetall sowohl wegen einer temporären Nachfrageschwäche bei den Zentralbanken und Juwelieren als auch aus saisonalen Gründen zunächst nachgeben.

DZ Bank Prognosen

Quelle: DZ BANK

DZ Bank Prognosen

Quelle: DZ BANK

Nicht zu euphorisch werden!

An den Aktienmärkten wird die Zukunft gehandelt. Die Marktakteure setzten fest auf eine v-förmige Konjunkturerholung und blenden dabei fast zu sorglos mögliche Risiken aus. Rückschlagsgefahren könnten von einer zweiten Corona-Infektionswelle ausgehen. Ferner mahnt die inzwischen sehr hohe Bewertung der Aktienmärkte zur Vorsicht. Auch für das Gold erwarten wir zunächst eine Anstiegspause, ehe es mit Blick auf die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der Notenbanken und einer wieder steigenden Zentralbanknachfrage wieder aufwärtsgeht.

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