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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#3
Ausgabe

Dürreperiode am Rentenmarkt

Zudem bremsen Handelsstreitigkeiten die europäischen Aktienmärkte

Marktperspektive
Christoph Müller
4 min
393 Leser
12.09.2018

Bei einer Inflationsrate von knapp über 2% werfen zehnjährige deutsche Bundesanleihen derzeit eine reale Rendite von minus 1,7% ab. Ein rascher Umschwung ist auch weiterhin am Euro-Rentenmarkt zum Leidwesen der Investoren nicht in Sicht.

Mit dem Kauf von Bundesanleihen lässt sich auch weiterhin kaum Rendite erzielen. Ein wichtiger Grund: Bis zum Jahreswechsel 2018/19 kauft die EZB Staatsanleihen an. Hinzu kommt, dass das Wachstumstempo in Euroland und in Deutschland weiterhin moderat und von der Unsicherheit in den globalen Handelsfragen geprägt bleibt. Diese Handelskonflikte ziehen auch an den Euro-Rentenmärkten eine gewisse Investorennachfrage nach sicheren Häfen nach sich – zu denen auch deutsche Bundesanleihen zählen.

Negative Realverzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe

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Quelle: Datastream

Neben den Handelskonflikten bleibt Italien ein zweiter Unruheherd. Bis zum Beginn des Monats September hat sich die Renditedifferenz zwischen den italienischen und deutschen zehnjährigen Bundesanleihen ausgeweitet. Es kursierten Gerüchte um einen Rücktritt des europafreundlichen Finanzministers Giovanni Tria. Im Frühherbst wird die Diskussion um den Haushalt für das nächste Jahr intensiver geführt werden. Dann werden auch die – in ihrer Kombination abenteuerlichen – wirtschaftspolitischen Pläne der neuen Regierung konkretisiert werden müssen. Selbst wenn nur an einem Teil der bisherigen Vorstellungen festgehalten wird, ist der Konflikt mit der EU vorprogrammiert.

Als dritter, wenn auch nicht zwingend abschließender Punkt dieser kleinen Aufzählung sei das Thema Brexit genannt. Bisher hat der Rentenmarkt den anstehenden Brexit nahezu vollständig ignoriert. Das nach wie vor chaotische Agieren der britischen Seite macht die Problematik zum gordischen Knoten. Für eine umfassende Einigung mit der EU fehlt inzwischen die Zeit, und wenn es nicht zu einem ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreiches kommen soll, sind in den nächsten Monaten Bewegung und kreative Lösungen auf beiden Seiten gefragt. Zusammengefasst: Auch in den kommenden drei Monaten erwarten wir nur eine Seitwärtsbewegung am Euro-Rentenmarkt.

Die globalen Handelskonflikte prägen die europäischen und chinesischen Aktienmärkte

Die europäischen Aktienmärkte sind in den vergangenen Monaten vor allem durch die Geschehnisse in der Handelspolitik geprägt worden. Zwischenzeitliche Aufwärtsbestrebungen beim DAX und Euro Stoxx 50 wurden durch Negativmeldungen von der „Zollfront“ wieder zunichtegemacht: Ein Beispiel: Nachdem sich am 25. Juli 2018 EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump darauf verständigt haben, konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren aufzunehmen und während dieser Verhandlungen auf neue Zölle zu verzichten, atmeten die Marktteilnehmer auf.

Wenige Tage später hingegen führte die an die Adresse Chinas gerichtete Drohung Trumps, höhere Zölle (25% statt 10%) auf Importe im Wert von 200 Mrd. US-Dollar einzuführen, zu einem erneuten Rücksetzer der Kurse vor allem an den chinesischen, aber auch an den europäischen Aktienmärkten. Der Index der chinesischen Festlandaktien, CSI 300, notiert derzeit in der Nähe seines Einjahrestiefs. Seit Januar 2018 hat er rund 20% verloren – aus Sorge vor einer deutlichen Konjunkturverlangsamung. Der DAX tendiert unterdessen auf hohem Niveau weiterhin seitwärts.

Chinesischer Aktienmarktindex CSI 300 im Jahr 2018 deutlich schwächer

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Quelle: Datastream

Die Aussichten für die europäischen Aktienmärkte sind gut. Für den DAX und den Euro Stoxx 50 sind die Haupttreiber für die in den nächsten Monaten zu erwartende positive Entwicklung die deutlich wachsenden Unternehmensgewinne. Die weitere Entwicklung in puncto Handelspolitik bleibt aber ein Unsicherheitsfaktor. Wie nachhaltig sich die oben erwähnten Absichtserklärungen zwischen Trump und Juncker erweisen, wird die Zukunft zeigen.

Aber: Die Entwicklung an den asiatischen Finanzmärkten zeigt, was auch in Europa kommen könnte, wenn der Zollstreit eskalieren sollte. Zwar lassen sich die Investoren bislang von den verbalen Attacken nicht oder kaum beeindrucken; wenn jedoch Taten folgen und der Welthandel spürbar betroffen ist, dürfte sich die Lage ändern. Die Wachstumserwartungen sollten dann deutlich fallen und damit auch die Aktienkurse. Davon gehen wir derzeit aber nicht aus.

DAX bewegt sich auf hohem Niveau seitwärts

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Quelle: Datastream

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