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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#4
Ausgabe

Beflügelt

An den Aktienmärkten steigt die Zuversicht

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
11 min
143 Leser
09.12.2020

Die Konjunktur leidet aktuell unter der zweiten Corona-Welle, die Aktienmärkte spiegeln die Hoffnung auf Besserung – nicht zuletzt dank der Aussicht auf wirksame Impfstoffe und die expansive Geld- und Fiskalpolitik der Notenbanken. Was überwiegt?

Das Corona-Virus bestimmt aktuell wieder viele Aspekte unseres Alltags. So ist das öffentliche Leben aufgrund der deutlich gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen in großen Teilen Europas seit Oktober wieder stark eingeschränkt. Hierzulande ist seit dem 2. November ein gerade bis in den Januar hinein verlängerter Teil-Lockdown in Kraft, in vielen anderen Ländern gibt es ähnliche Maßnahmen. Nach der kurzen Phase der Erholung im Sommer belasteten diese Einschränkungen die Aktienmärkte anfangs wieder stärker. 

Aktien profitieren von guten Aussichten

Auf die Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten reagierten die Börsen hingegen weitgehend gelassen und verbuchten Kursgewinne. So konnten die Demokraten zwar auch im Repräsentantenhaus ihre Mehrheit verteidigen, die Verhältnisse im Senat werden dagegen erst am 5. Januar geklärt, wenn es zur Stichwahl um zwei Senatorenposten kommt. Sollten beide Sitze den Demokraten zugeschrieben werden, entstünde eine Pattsituation. Dann fiele der Vizepräsidentin Kamala Harris die entscheidende Stimme zu und Joe Biden könnte „durchregieren“. Anderenfalls käme es zum sogenannten „Split Government“ (siehe auch „Was ist eigentlich?“). Die bis dahin bestehende Unsicherheit könnte zu temporären Kursverlusten an den Aktienmärkten führen.

Aktienmärkte vor neuen Höchstständen?

Quelle: Refinitiv

Der bestimmende Faktor ist und bleibt aber der Verlauf der Pandemie. Und in diesem Zusammenhang besteht zur Abwechslung einmal Anlass für Optimismus. So kann möglicherweise noch im Dezember mit Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland begonnen werden. In Großbritannien fiel der Startschuss bereits in der zweiten Dezemberwoche. Damit sollte Corona im Jahresverlauf 2021 abklingen und die staatlichen Einschränkungen sukzessive schwinden.

Für die Aktienmärkte ist der Einsatz von Vakzinen eine gute Nachricht, wenn nicht sogar ein Game-Changer: Dies zeigte sich bereits, als Pfizer am 9. November positive Daten zur Wirksamkeit seines in Zusammenarbeit mit BioNTech entwickelten Impfstoffs gegen das Virus veröffentlichte (siehe auch „Wussten Sie schon?“). Insbesondere Titel aus den Sektoren Energie, Banken, Transportwesen und Immobilien legten zu, also genau solche, die zuvor erheblich verloren hatten. Somit dürften die Aktienmärkte in Erwartung wieder steigender Unternehmensgewinne sowie einer anhaltend expansiven Fiskalpolitik Kursgewinne auf sich vereinen können. 

Da das im Frühjahr 2020 beschlossene Fiskalpaket mit Stützungsmaßnahmen für die Verbraucher Ende dieses Jahres ausläuft, wird die neue US-Regierung aller Voraussicht nach ein weiteres Corona-Hilfsprogramm auf die Beine stellen. Begleitet werden die für 2021 zu erwartenden Konjunkturhilfen anfangs von einer wohl noch expansiveren US-Geldpolitik: Die US-Notenbank dürfte ihr Anleiheankaufprogramm ausweiten (siehe auch „Research-Spezialthema“). Und auch der DAX sollte von diesen Umständen profitieren: Bis Ende Juni 2021 könnte der deutsche Leitindex bei 13.500 Punkten stehen. 

DZ BANK Index-Prognosen

Quelle: DZ BANK AG

Goldkurs dürfte steigen

Der Goldpreis hat im Herbst eine Korrektur vollzogen. Nachdem er im August 2020 im Hoch noch bei 2.076 Dollar je Feinunze gehandelt wurde, fiel er im November bis auf rund 1.800 US-Dollar. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen stieg die Rendite von US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren im Herbst zeitweise auf fast 1%, nachdem sie im August im Tief bei rund 0,53% notierte. Zum anderen verbessern sich aktuell die allgemeinen Konjunkturaussichten, weil mehrere Covid-19-Impfstoffe in Aussicht sind.

Gold gönnt sich eine Verschnaufpause

Quelle: Refinitiv

Ungeachtet dessen sollte diese Korrektur unseres Erachtens bald mit Kursgewinnen abgeschlossen werden. Denn die Geldpolitik bleibt weltweit expansiv ausgerichtet. Gleichzeitig wird die Verschuldung vieler Staaten 2021 weiter anwachsen, weil die Regierungen ihrer Konjunktur mit fiskalischen Mitteln unter die Arme greifen werden. Die weiter steigenden Defizite in den nationalen Haushalten und die üppige Liquiditätsflut könnten unter den Marktteilnehmern Inflationsängste schüren. In einem derartigen Umfeld dürfte insbesondere das Investoreninteresse nach Gold noch hoch bleiben. Auch die Schmucknachfrage könnte im Zuge der 2021 zurückgenommenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ein Comeback erleben. Auf Sicht von sechs Monaten dürfte der Goldpreis in Richtung der Marke von 2.050 US-Dollar steigen, ehe er dann wieder auf 1.900 US-Dollar nachgibt. Der Grund ist die dann wohl stärker einsetzende Konjunkturerholung.

DZ BANK Gold-Prognosen

Quelle: DZ BANK AG

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