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Die nachfolgenden Internetseiten der DZ BANK dürfen nur von Personen angesehen werden, deren dauerhafter Wohn-/Geschäftssitz in einem der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz ist, die sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, oder Japan befinden und die keine „U.S.-Person“ gemäß Definition der „Regulation S“ des amerikanischen Wertpapiergesetzes „U.S. Securities Act“ von 1933 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden „U.S.-Person“) sind. Die DZ BANK übernimmt insbesondere keine Verantwortung für die Verbreitung des Inhalts von Internetseiten gegenüber Personen, die nachfolgend falsche Angaben machen.

Ich habe meinen dauerhaften Wohn-/Geschäftssitz in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) mit Deutsch als Amtssprache oder in der Schweiz und habe die Pflichtangaben und Interessenkonflikte / Rechtliche Hinweise gelesen und bin mit ihnen einverstanden. Ich bestätige, dass ich mich derzeit nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada oder Japan befinde, dass ich keinen dauerhaften Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika habe und dass ich auch keine „U.S.-Person“ bin.

#2
Ausgabe

Auf und Ab

Schwaches Wachstum belastet Aktienmarktausblick

Marktperspektive
Christoph Müller, Analyst
4 min
137 Leser
12.06.2019

Innerhalb der ersten Monate dieses Jahres haben die Aktienmärkte ihre zuvor erlittenen Kursverluste mehr als kompensiert. Denn die weltwirtschaftliche Lage zeigte Anzeichen einer Verbesserung. Anfang Mai jedoch geriet die Erholung an den Aktienmärkten durch politische Konflikte ins Stocken, ehe die sich verdichtenden Spekulationen auf eine expansivere US-Geldpolitik den Märkten wieder unter die Arme griffen. In Zukunft dürften der Zollstreit und die damit verbundenen negativen Implikationen für den Welthandel die Märkte tangieren.

Bis Anfang Mai 2019 stiegen die Aktienmärkte kontinuierlich an

Die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks haben von Januar bis Anfang Mai eine beeindruckende Performance gezeigt. Während es mit dem Index der Technologiebörse Nasdaq um rund 22% aufwärtsging, verbuchte der DAX Zuwächse von bis zu 18% und erreichte mit 12.435 Punkten einen Jahreshöchststand. Nachdem noch im Schlussquartal 2018 ein starker Konjunkturpessimismus die Börsen geprägt hatte, war anschließend mit der Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China die Zuversicht in die Weltwirtschaft zurückgekehrt.

Stürmische Zeiten an den Aktienmärkten

Quelle: Datastream

Nach politisch bedingten Rücksetzern stützen US-Zinssenkungserwartungen (noch) die Märkte

Im Mai bestimmten aber in erster Linie (handels-)politische Entwicklungen das Geschehen an den weltweiten Aktienmärkten und sorgten für Verunsicherung. Allen voran der wieder verschärfte US-Handelsstreit mit China: Dem gegenseitigen Verhängen von Strafzöllen folgten die Sanktionen der US-Administration gegenüber dem chinesischen Technologiekonzern Huawei. Die US-Regierung hat den Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit ist es US-amerikanischen Unternehmen nur noch unter Einhaltung strenger Auflagen möglich, Geschäfte mit dem chinesischen Unternehmen zu machen. Mittlerweile hat Trump die Sanktionen gegenüber Huawei zwar wieder gelockert, doch Ruhe ist damit noch längst nicht eingekehrt. Der Konflikt gipfelte darin, dass China in Aussicht gestellt hat, die Ausfuhr von seltenen Erden, ein wichtiger Rohstoff für Elektrogeräte und Hochtechnologie-Produkte, in die USA zu beschränken, und die USA ihrerseits China mit Strafzöllen auf alle chinesischen Importe drohen. 

Dass der deutsche Leitindex sich trotz der politischen Unwägbarkeiten und der eingetrübten Weltkonjunktur aktuell recht gut behaupten kann, liegt vor allem an der Erwartung einer wieder expansiveren Geldpolitik. Bereits Anfang Juni verdichteten sich durch Äußerungen hochrangiger Fed-Mitglieder die Spekulationen auf eine baldige Leitzinssenkung der Fed. Auch die DZ BANK rechnet mit sinkenden US-Leitzinsen noch in diesem Jahr. Diese Leitzinssenkungserwartungen nahmen infolge eines schwachen US-Arbeitsmarktberichts weiter zu und verliehen den Aktienmärkten Auftrieb.

Im Gegensatz dazu ist nach unserem Dafürhalten die Wahrscheinlichkeit deutlich gesunken, dass es Ende Juni auf dem G20-Gipfel zu einem „Deal“ zwischen den USA und China kommt. Konsultationen zum Thema Handelskonflikt finden nicht mehr statt und die Äußerungen der Staatsoberhäupter der beiden größten Volkswirtschaften der Welt verbreiten derzeit eher die Atmosphäre einer Eiszeit. Wegen der starken internationalen Verflechtungen und eng verwobenen Lieferketten gibt es kaum ein Land, das nicht auf irgendeine Weise von diesem Konflikt betroffen ist. Nach unserer Einschätzung bleiben die bereits bestehenden Zölle auf Importe aus der Volksrepublik in Kraft und zusätzlich werden auch die restlichen Importe mit Strafzöllen belegt. 

Rückläufiger Welthandel belastet Gewinnentwicklung der Unternehmen

Falls der Welthandel für einige Zeit stagniert oder sogar schrumpft, wäre die von uns erwartete Erholung der Gewinne der DAX-Unternehmen Vergangenheit. In Anbetracht eines zukünftig härteren US-Zollregimes und anderer politischer Unwägbarkeiten wie dem Brexit dürften die stark zyklischen DAX-Unternehmen nun sogar einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Darüber hinaus zeigt das Jahr 2019 erneut, dass die Unternehmen im bedeutenden Automobilsektor sowohl mit einer sinkenden Nachfrage im Massenmarkt (unter anderem China) als auch mit dem strukturellen Wandel in Richtung Hybridmobilität klarkommen müssen. Diese Doppelbelastung sollte, trotz aller geplanten Einsparungen seitens der Unternehmen, zunächst die Gewinnmargen drücken. Damit würde die Gewinnentwicklung im deutschen Leitindex zusätzlich gebremst werden. Wir gehen davon aus, dass die Aktienanalysten in der kommenden Berichtssaison ihre optimistischen Wachstumsannahmen für die Unternehmensgewinne 2019 nach unten revidieren müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl der DAX als auch der Euro Stoxx 50 im historischen Vergleich nicht mehr günstig bewertet sind. 

Indexprognosen

Quelle: DZ BANK

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